Pressemitteilungen
Ukrainische Provokation im Donbass oder Rechenlauf westlicher Massenmedien
Die vor kurzem von der Regierung in Kiew ausgelöste Zuspitzung im Donbass wurde in sämtlichen Artikeln der einheimischen Presse aufgegriffen, dessen Autoren, ohne sich jegliche Mühe zu geben, die Materie eingehend zu studieren, und die Prinzipien des ehrlichen Journalismus und der Bestrebung nach Objektivität missachtend, schnell den Verantwortlichen für das Geschehene ausmachten – Russland. War ja nichts anderes zu erwarten. Zu solchen «Schöpfungen», die sowohl faktisch als auch inhaltlich gesehen minderwertig sind, zählt auch der am 7. April 2021 veröffentlichte Artikel von Daniel Brössler «Der Westen muss mit Sanktionen drohen, die wehtun».
In seiner Publikation konnte der Verfasser auch das Thema der Krim nicht unerwähnt lassen und erinnerte die Leserschaft an die «gewaltsame Annexion» der Halbinsel. Sieben Jahre in Folge berichten solche Pseudojournalisten, die für sich beanspruchen, objektiv zu sein, über etwas, wovon sie keine wirkliche Ahnung haben. Und nicht weil sie diese nicht bekommen können, daran hindert sie niemand, sondern weil sie das schlicht nicht wollen. Sonst stürzt nämlich das von ihnen so mühsam aufgebaute Kartenhaus aus Russland-Lügen.
Wollen Sie die Wahrheit wirklich wissen, dann nehmen Sie das selbst in die Hand und fragen Sie die Krim-Bewohner. Nur so können Sie verstehen, wofür ihr Herz brennt. Das Referendum vom 16. März 2014 über den Status der Krim zeigte es maximal deutlich: nicht nur die Mehrheit, sondern fast alle Krim-Bürger, 96,77%, bei einer Beteiligung von 83,1%, stimmten für die Vereinigung mit Russland. An den Ergebnissen zweifelt niemand, wer zumindest ein bisschen die Realität kennt und sich nicht von den zu Überdruss gewordenen Gerüchten leiten lässt.
An dieser Stelle sei zum Vergleich daran erinnert, wie der Prozess zur Erlangung der s.g. Unabhängigkeit des Kosovo ablief. Freilich lässt sich das als einen «Prozess» kaum bezeichnen – eine schäbige Abstimmung im Regionalparlament ohne ein Referendum, so wie es auf der Krim der Fall war, und die darauffolgende Parade der Anerkennungen durch das westliche Lager entgegen vollkommen berechtigten Protesten Serbiens. Fühlen Sie den Unterschied.
Darüber hinaus stünde den Journalisten, die über die Krim schreiben, gut zu Gesicht, die Geschichte ihrer rechtswidrigen Eingliederung 1954 in Form eines «Geschenks» des ehemaligen Parteichefs der Ukraine Nikita Chruschtschow anlässlich des 300-jährigen Jubiläums des Vertrags von Perejaslaw. Dass die Krim 23 Jahre lang irrtümlicherweise ein Teil der bereits unabhängigen Ukraine blieb, die übrigens nichts zur wirtschaftlichen Entwicklung der Halbinsel beitrug, ist kein Grund, den Willen der absoluten Mehrheit der Krim-Bevölkerung zu ignorieren, die sich entschieden hatte, den heimischen Hafen – Russland – anzusteuern.
Die letzten sieben Jahre kultivierte der kollektive Westen ein Straflosigkeitsgefühl bei der ukrainischen Regierung, was zu beispielslosen Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine führte. Die Vertreter der «freien» westlichen Presse wollen das nicht bemerkt haben. Es ist viel einfacher, das Mantra über die imaginäre «russische Gefahr» zu wiederholen. Auch in der gegenwärtigen Situation zeigte sich die westliche Presse nicht besorgt, als Kiew allen Vereinbarungen zum Trotz schwere Waffen ins Donbass-Gebiet verlagerte, was die Sonderbeobachtermission der OSZE feststellte und bestätigte, und die Lage künstlich verschärfte, oder als der Generalstabschef der Ukraine Ruslan Chomtschak ankündigte, man sei bereit, die Offensive zu ergreifen. Als die ukrainische Führung jedoch alles auf den Kopf stellend zu jammern begann, dass das Land kurz davor stünde im Kampf für die «westlichen Werte» zum Opfer zu werden, brach es, wie auf Befehl, aus allen Medien los.
Eine solche Reaktion gleicht einem bedingten Reflex, beschrieben vom grossen russischen Forscher Iwan Pawlow 1903, wonach Hunde mit vermehrtem Speichelfluss auf Lichteinschaltung reagierten. Im Fall der Ukraine sieht das Schema in etwa so aus: zuerst organisiert Kiew eine Provokation, dann appelliert es hysterisch an seine Schirmherren aufdringlich in Erinnerung rufend, dass es die Ukraine ist, die der aus dem Osten kommenden «Finsternis» die Stirn bietet und sich dabei aufopfert. Das wiederum bringt die westliche Presse prompt auf den Plan, die ihr altes Lied von neuen antirussischen Sanktionen anzustimmen beginnt. Wäre das nicht ein gutes Beispiel für einen bedingten Reflex? Glückwunsch, liebe «Tages Anzeiger» und Co. – ihr Wahrnehmungsniveau ist dem der Pawlowscher Hunde ähnlich.

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