Zweiter Weltkrieg

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Kommentar der Botschaft der Russischen Föderation in der Schweiz im Zusammenhang mit dem Artikel „Hitler, Stalin und die Toten von Leningrad“ („Neue Zürcher Zeitung“)

Kommentar der Botschaft der Russischen Föderation in der Schweiz im Zusammenhang mit dem Artikel „Hitler, Stalin und die Toten von Leningrad“ („Neue Zürcher Zeitung“).

Die Publikation “Hitler, Stalin und die Toten von Leningrad” von Ulrich Schmid, Professor an der Universität St. Gallen, erschienen am 19. August 2019 in der „Neuen Zürcher Zeitung“, möchten wir nicht unkommentiert lassen. In dieser solidarisiert er in vieler Hinsicht mit der Schriftstellerin Elena Chizhova, die mit ihrem Essay eine Welle der Empörung in Russland ausgelöst hat. Wir gingen stets davon aus, dass Wissenschaft in erster Linie Arbeit mit Quellen und historischen Dokumenten voraussetzt und nicht mit Gerüchten und ausfälligen Mutmaßungen über tragische Kapitel der Geschichte, die für jeden Russen beispiellose Heldentum und Aufopferung der Leningrader Bevölkerung darstellen. Herr Professor würde sich, aus unserer Sicht, kaum wagen, den überlebenden der Blockade Leningrads ins Gesicht zu sagen, dass „über 50 Prozent“ der von ihnen unter Nazi-Bombenbeschuss hergestellten Waren für Bedürfnisse der Armee „Ausschuss waren“ und dass Stalin Leningrad für 10 oder 25 Jahre an Alliierte verpachten wollte. Wir müssen leider feststellen, dass die „Neue Zürcher Zeitung“ mit solchen Publikationen ihren Lesern weiterhin ein negatives Bild sowohl vom heutigen Russland als auch von dessen Geschichte zu vermitteln versucht.


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