Begrüssung
Liebe Freunde!
Ich freue mich, Sie auf der offiziellen Internet-Seite der Botschaft der Russischen Föderation in der Schweizerischen Eidgenossenschaft begrüßen zu dürfen.
Ich hoffe, dass Sie auf unserer Web-Site für Sie nützliche und interessante Informationen über unser Land und über russisch-schweizerische Beziehungen, die einen vielfältigen, konstruktiven und gegenseitig vorteilhaften Charakter haben, finden werden sowie über die Zusammenarbeit mit dem Fürstentum Liechtenstein.
Mit besten Wünschen
Sergei Garmonin
Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter
der Russischen Föderation
in der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Pressemitteilungen
"Russland braucht kein Comeback – es war niemals weg"
Wir haben uns mit dem Meinungsartikel von Herrn Hess «Sputnik beschert Putin ein Comeback», erschienen am 9. April 2021 in der Aargauer Zeitung, auseinander gesetzt. Hysterischer Ton dieses Beitrages, der unter anderem auch Beschimpfungen an die Adresse der russischen Führung enthält, macht weder dem Autor, welcher sich für einen Journalisten hält, noch der Zeitung, die für sich beansprucht, ein seriöses Massenmedium zu sein, keine Ehre.
Die heftigen Vorwürfe von Herrn Hess sind im Artikel durch keinerlei Beweise belegt, bloss altbackene Vorurteile und vom Westen gepflegte Phobien, welche beim Autor dieser Schmähschrift wohl eine schwere Panikattacke ausgelöst hatten. Wir möchten Herrn Hess gute seelische Gesundheit und der Redaktion, die solch zweifelhafte Publikationen durchgehen lässst, Vernunft wünschen. Wir halten es für notwendig, zu den Themen, die Herrn Hess so beschäftigen, kurze Erläuterungen abzugeben. Es ist zu hoffen, dass diese eine therapeutische Wirkung entfalten.
Zum Thema: Kriege schüren. Der Autor muss ein sehr unaufmerksamer Beobachter der Entwicklungen der letzten Jahrzehnte auf der internationalen Arena gewesen sein. Entweder bemerkte er es nicht, oder er will es nicht bemerkt haben, wer für die Krisen verantwortlich worden war, die zu den bewaffneten Konflikten führten, nicht nur in den vom Autor erwähnten Ländern, wie Syrien, Libyen oder die Ukraine, sondern auch in einer Reihe anderer Staaten, darunter Afghanistan, Irak, Jugoslawien usw. Es war Washington, unterstützt in den meisten Fällen von seinen westlichen Verbündeten, und keineswegs Russland und sein Präsident.
Zum Thema: Syrien. Mit russischer Unterstützung gelang es Syrien, seine Staatlichkeit zu bewahren und dem libyschen Szenario zu entkommen. Schwer, bis gar nicht möglich, zu bestreiten, dass gerade die russischen Streitkräfte, die offiziell von der syrischen Regierung eingeladen worden waren, den entscheidenden Beitrag zum Sieg über die grösste terroristische Herde, die es jemals in der Geschichte der Menschheit gab, den Islamischen Staat, leisteten. Im Gegensatz befinden sich die «Hauptverfechter des Völkerrechts» – die USA und ihre Verbündete – in Syrien illegal. Dem völkerrechtswidrig in Syrien an der Spitze der westlichen Koalition einmarschierten Washington gelang es nicht, den IS daran zu hindern, fast 80% des syrischen Territoriums zu erobern. Wenn es aber darum ging, kommerzielle Gewinne aus der illegalen Intervention zu machen, so waren unsere geschäftstüchtigen westlichen Partner darin sehr erfolgreich: die US-Armee besetzte mit Gewalt die Erdölfelder im Norden Syriens und betreibt seit mehreren Jahren schamlos illegalen Handel mit Erdöl. Dadurch wurde die syrische Bevölkerung um ihr gutes Recht auf Einkommen aus den Rohstoffen, die ihrem Land gehören, gebracht.
Zum Thema: Libyen. Das Gedächtnis unserer westlichen Partner ist ziemlich selektiv. Wir werden aber den Gang der Ereignisse von damals in Erinnerung rufen. 2011 starteten die Nato-Streitkräfte an der Welle des «Arabischen Frühlings», der tatkräftig von Washington und seinen Satelliten unterstützt wurde, eine Militäroffensive in Libyen. Diese führte zum bestialischen Mord an den libyschen Leader Gaddafi, von dessen Video-Aufnahmen die damalige US-Staatssekretärin Clinton so fasziniert war. Wegen der Militäraggression hörte der Staat komplett auf, zu existieren. Als Folge dauert die innere militärische Auseinandersetzung im einst florierenden Land bis heute an.
Die von Washington und seinen Verbündeten in die Wege geleitete Zwangsdemokratisierung der Nahost-Länder verursachte die schlimmsten humanitären Katastrophen in den betroffenen Staaten. Eben diese plumpen Handlungen führten zum weltweiten Ausbruch des radikalen Islams, zur Entstehung des IS und zu Migrationskrisen in Europa.
In der Ukraine setzte der kollektive Westen 2014 die sich bewährte nahöstliche Taktik ein indem er den radikalen und nationalistischen Kräften beim Staatsstreich, der von zahlreichen blutigen Provokationen begleitet wurde, ideellen und finanziellen Beistand leistete. Die natürliche Folge ist der Bürgerkrieg, der bereits über dreizehntausend Menschenleben forderte, der beispiellose Anstieg der Menschenrechtsverletzungen, die andauernden wirtschaftlichen und politischen Krisen.
Überhaupt wird man den Eindruck nicht los, dass Washington indem er Krisenherde auf der ganzen Welt anzettelt nach dem Ansatz agiert: «Je schlimmer desto besser». Die Frage ist berechtigt, ob es auch Europa gut tut, das bereits die bitteren Früchte dieser zweifelhaften Politik seines Verbündeten erntet.
Was die jetzige Anspannung im Donbass anbelangt, so haben wir schon verschiedentlich auf die wahren Gründe, die solche Menschen, wie Herr Hess einfach ignorieren, hingewiesen. Wenn man das Gefühl der Straflosigkeit bei der ukrainischen Regierung für ihren offensichtlich zerstörerischen Kurs in Bezug auf die eigene Bevölkerung offen bestärkt, zieht es unvermeidlich die Verschlechterung der Lage nach sich. Dabei ist das vereinbarte Instrumentarium für die Beilegung des Konflikts bereits seit langem vorhanden – es sind die Minsker Vereinbarungen. Kiew jedoch sabotiert die Umsetzung dieses von ihm ebenfalls unterzeichneten Abkommens.
Mehr noch: durch die hartnäckige Weigerung der Führung in Kiew, den multinationalen Charakter ihres Staates anzuerkennen, und die Fortsetzung der Zwangsukrainisierung wird die Kluft in der Gesellschaft nur tiefer und somit die Gefahr der Abspaltung von Territorien, nicht nur im Osten, sondern auch im Westen des Landes, realer.
Vor dem Hintergrund der nationalistischen Willkür in der Ukraine ist die Rückkehr der Krim nach Russland von allen Standpunkten aus betrachtet vollkommen logisch und gerechtfertigt. Es sei daran erinnert, dass die Wiedervereinigung in strenger Übereinstimmung mit dem Völkerrecht nach einem Volksreferendum erfolgte, bei dem 97% der Krim-Bürger für den Beitritt der Region zur Russischen Föderation stimmten, bei einer Wahlbeteiligung von 83%. Zum Vergleich empfehlen wir Ihnen im Gedächtnis aufzufrischen, wie die «Unabhängigkeit» des Kosovo zustande kam, die nach einer Abstimmung im Regionalparlament ausgerufen wurde. Eine solch fragwürdige Verfahrensweise löste damals unerklärlicherweise keine Verwirrung bei unseren westlichen Partner aus, welche trotz berechtigten Protesten aus Serbien rasch die Souveränität dieses Gebietes anerkannten.
Zum Thema: Nawalny. Wir haben uns dazu schon oft geäussert. Mittlerweile ist es klar: der Autor hat von der reellen Situation in Russland weder eine Ahnung noch Vorstellung. Deshalb griff er emsig dem Beispiel der gleichen «Russland-Kenner» folgend die Legende auf, wonach der Präsident «russische Dissidenten vergiften lässt… Oder sie in ein Arbeitslager nach einem kurzen Schauprozess steckt.» Solche kranken Fantasien sind für gesunde Menschen einfach peinlich.
Die Realität ist viel einfacher. Um es kurz zu sagen, wie würden Sie eine Person bezeichnen, die mit offener Unterstützung von ausländischen Regierungen ungenehmigte Kundgebungen in Russland zu organisieren versucht und währenddessen alle ethnischen und gesetzlichen Normen missachtet? Die Antwort ist eindeutig: Provokateur und Verbrecher. Und die Handlungen der ausländischen Staaten stellen eine skrupellose Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Landes dar.
Zum Thema: Sputnik V. Trotz der absichtlichen Diskreditierung des russischen Impfstoffs wächst das Interesse daran weiter. Seine hohe Wirksamkeit und Sicherheit stehen ausser Zweifel. Sputnik V wurde bereits in 60 Staaten mit einer Gesamtbevölkerung von über zwei Milliarden Menschen zugelassen. Gleichzeitig haben wir stets betont, dass es unzulässig ist, die Impffrage zu politisieren. Die Hetzkampagne rund um Sputnik V haben ausschliesslich jene europäischen Politiker auf dem Gewissen, die eine rusophobe Agenda mehr als das Leben ihrer Mitbürger gewichten sowie jene unqualifizierten Journalistinnen und Journalisten, wie Remo Hess, die das gleiche Narrativ folgen.
Europa ist unser nächster Nachbar und grösster Handelspartner. Wir sind an der stabilen politischen und wirtschaftlichen Lage in der Region interessiert. Dabei bauen wir auf die Gegenseitigkeit. Nur ein gleichberechtigter und respektvoller Dialog kann die Grundlage für eine gemeinsame harmonische Entwicklung schaffen. Je früher der Westen dies versteht und den schulmeisterlichen Ton aufgibt, desto besser ist das für alle.

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