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Wir haben uns mit der Publikation „Der Kreml zermürbt und entmutigt alle Kritiker“ von Frau Silke Bigalke in der „Tages-Anzeiger“ vom 8. September vertraut gemacht
Wir haben uns mit der Publikation „Der Kreml zermürbt und entmutigt alle Kritiker“ von Frau Silke Bigalke in der „Tages-Anzeiger“ vom 8. September vertraut gemacht. Mit grossem Bedauern bemerken wir den flagranten Wunsch der Autorin dieses „Opus“, die Substanz und den Verlauf des Wahlprozesses in Russland zu verzerren. Sie scheint überhaupt nicht in Moskau zu leben, kein russisches TV zu sehen, keine russische Presse zu lesen und nicht mit Einwohnern in Russland zu reden, sondern sich in einer selbst erfundenen Scheinwelt zu befinden.
Es sei hervorzuheben, dass der Artikel von Frau Bigalke reich an beleidigenden sowie weltfremden Ausdrücken ist wie „unbeliebte Kremlpartei“ (mit dem laut allen Umfragen höchsten Ranking unter den Parteien?), „Medien zu knebeln“, „offen repressive Autokratie“, „Scheinopposition“ usw.
Die Voreingenommenheit der Autorin ist recht augenfällig. Statt der erklärten „Analyse zur Parlamentswahl in Russland“ niederstürzt eine Welle von langweiligen Klischees auf die Leser. Dabei lässt Frau Bigalke kein Wort über das russische Wahlsystem (zum Beispiel über seinen gemischten Charakter, wo nur die Hälfte der Abgeordneten, nämlich 225 nach Parteilisten, die andere Hälfte aber – weitere 225 – nach Einwahlkreisen gewählt werden), das Wahlrecht oder die Bewertungen der zentralen Wahlkommission Russlands, der sachkundigsten Struktur auf diesem Gebiet, fallen. Entspricht dies den Standards des professionellen Journalismus oder ist die auffällige Schreibweise wichtiger als eine reifliche Analyse und zuverlässige Informationen für den Leserkreis? Bei solchem Herangehen der Autorin klingt diese Frage leider als rein rhetorisch.
In diesem Zusammenhang sei Folgendes zu erklären. An den bevorstehenden Parlamentswahlen nehmen 14 Parteien teil, die das gesamte politische Spektrum des heutigen Russlands repräsentieren. Darunter auch solche, die die derzeitige Regierung scharf kritisieren. Ihre Vertreter würden sich nicht wenig darüber wundern, von der „Tages-Anzeiger“ als ein Teil des „Machtsystems“ von Kreml betrachtet zu werden. 3.910 Kandidaten auf Parteilisten und noch 2.062 in Einwahlkreisen nehmen an den Wahlen zur Staatsduma der 8. Wahlperiode teil. Wir sind der Meinung, dass selbst diese Zahlen den wahren Pluralismus und den demokratischen Charakter des russischen politischen Systems sowie des Wahlprozesses auch für eine Person mit geringsten Kenntnissen im Wahlbereich deutlich zeigen.
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